Zeitreise durch die Jahrhunderte

Vorwort zu Qellen und Daten

Nach dem Stand der heutigen Kenntnisse wird der Ort Kurtscheid am 25. April 1457 mit der Namensform Kurtschyt erstmals erwähnt. Bestätigt wird diese Ersterwähnung durch ein Schreiben des Landeshauptarchivs (LHA) in Koblenz vom 27.11.2012 an die Ortsgemeinde Kurtscheid.

Die Festlegung der „Ersten Erwähnung des Ortes Kurtscheid“ gestaltete sich trotz intensiver Recherchen recht schwierig und stellte eine gewisse Problematik dar. In verschiedenen Chroniken und Schriften zur Heimatgeschichte werden immer wieder unterschiedliche Jahreszahlen von den verschiedensten Heimatkundlern und Autoren genannt, die aber letztlich den endgültigen Beweis schuldig bleiben.

Für die bisherigen Annahmen der Ersterwähnung von Kurtscheid waren insbesondere zwei Urkunden maßgeblich.

Im Mai 1235 übergab Heinrich von Isenburg-Kobern dem Kloster Wülfersberg (bei Gladbach) seine Güter zu „Cutsheid“. Sowohl Dr. H. Gensicke, der beste Kenner der Landesgeschichte des Westerwaldes (Schreiben vom 7. April 1980 an die Gemeinde Kurtscheid), als auch Pfarrer Schug (Dekanat Engers) identifizieren „Cutsheid“ deutlich mit dem Hof Kutscheid (Gemarkung Sessenhausen in der VG Selters), das zum alten Isenburger Besitz gehörte. Gegenteilige Einschätzungen in der Literatur sind auf die große Ähnlichkeit der Namen zurückzuführen.

Am 23. Juni 1314 schenkte die Begine Sophia dem Abt des Klosters Marienstatt ihr Haus in Koblenz, das in der Nähe des Hauses der Kinder von „Curtsheit“ seinen Standort hatte. Bei dieser Marienstätter Urkunde liegt die Schwierigkeit darin, dass nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob mit „Curtsheit“ überhaupt ein Ortsname verbunden werden kann oder ob es sich um einen Familiennamen handelt und mit dem Terminus „Haus der Kinder“ könnten wiederum die Erben des Hauses gemeint sein. Diese Auffassung des Stadtarchivs Koblenz (Schreiben vom 20.09.2010 an die OG Kurtscheid) stellt eine nachvollziehbare Begründung dar und so sieht man im Fall dieses Dokuments die Unsicherheit als viel zu groß, als dass man die Ersterwähnung darauf stützen dürfte.

Eine Bestätigung der Jahreszahl 1314 wäre für den Ort Kurtscheid sehr interessant gewesen, weil man ja dann im Jahre 2014 eine 700 Jahrfeier durchgeführt hätte.

Weitere Hinweise mit Quellen zu den Erwähnungen sind in einem Beitrag im Heimatjahrbuch 2014 des Landkreises Neuwied (von Heinz-Dieter Wagner, Kurtscheid und Arno Schmidt, Rüscheid) nachzulesen.

Im Folgenden wird die Geschichte Kurtscheids der besseren Übersicht halber in 4 logische Zeitabschnitte unterteilt:
  • Territorialgeschichte (Beginn bis 1500)
  • Reformationszeit (von 1500 bis 1800)
  • Revolution und Kriege (von 1800 bis 1945)
  • Kurtscheid im 20. und 21. Jahrhundert (ab 1945 bis heute)
In diesen Beiträgen sind weitere Quellen aus den Werken von Prälat Jakob Hubert Schütz, Pfarrer Johann Boden und Albert Hardt enthalten

Wir wünschen unseren Besuchern viel Spaß bei der Erforschung der Kurtscheider Geschichte.

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