Kurtscheid im Naturpark Rhein-Westerwald

Kurtscheid liegt inmitten des 446 qkm großen Naturpark Rhein-Westerwald auf einer für den Niederwesterwald typischen welligen Hochfläche. Die rund 400 m hoch liegende Gemeinde ist von großen Waldgebieten umgeben, die zu ausgedehnten Wanderungen einladen.

Im Norden bildet das romantische Fockenbachtal die natürliche Gemeindegrenze. Das größtenteils von Laubbäumen besetzte Fockenbachtal ist als Kernzone des Naturparks ausgewiesen und Standort vieler botanischer Raritäten.

Hier ein Auszug aus dem HEIMAT-JAHRBUCH 1977 von Doris Engel: "Naturgeographische erfreut das Tal, das in die Trogfläche des Rheinischen Schiefergebirges in die Sayn-Wied-Hochfläche eingesenkt ist, durch den Wechsel des Gesteins und seinen morphologische Formenschatz. Die Ausbildung von Terrassen, schluchtartige Talpartien, ein Quarzit-Blockmeer und Hangterrassen, durch einseitige Beackerung der Felder entstanden, sind zu beachten.

Wirtschaftsgeographisch sind die Reste von ehemaligem Gewerbe und Bergbau eindrucksvoll. Einige ehemalige Mühlen sind in ihrer Gebäudesubstanz noch erhalten, z.B. Fockenbachsmühle, Hümmericher Mühle und Niederhonnefelder Mühle. An der Abzweigung des Fußweges nach Verscheid befindet sich im Fockenbachtal die Wüstung der ehemaligen Glashütte, deren Betrieb zu Anfang des 19. Jh. eingestellt wurde.
Die Produktion basierte unter Ausnutzung der Wasserkraft auf heimischen Rohstoffen: Quarzitblöcke lieferten Quazsand, Holzkohle lieferte die Pottasche. Den Bergbau bezeugen noch zahlreiche Stollen.

Botanisch ist das Fockenbachtalk von großem Wert, es gibt einige Besonderheiten, wie Märzesbecher, Goldstern, Silberblatt, stinkende Nieswurz, stacheliger Schildfarn, Sumpf-Helmkraut, Stechpalme, Immergrün und als ausgesprochene Rarität Schuppenwurz, ein Wurzelschmarotzer auf Hasel, Erle und Ulme."

Neuerburg

Überragt wird das Fockenbachtal, das zum größten Teil in fürstlich-wiedischem Besitz ist, von der Ruine Neuerburg. Ehemals zeigt diese Burg, die vermutlich im 12Jh. erbaut wurde, reges geselliges Leben. Nach der Überlieferung soll Elisabeth von Thüringen auf der Durchreise in diesen Mauern geweilt haben.

Kurtscheid liegt auch in der Nähe des berühmten "Rheinsteigs", der durch Rengsdorf verläuft. Gut ausgebaute Fahradwege verbinden Kurtscheid mit vielen Orten der Verbandsgemeinde Rengsdorf

Der Ortsbürgermeister

Ferdi Wittlich
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